Stimmungen und Gedanken zum Baumkuchen

Kurzbeschreibung eines Baumkuchens

Er dreht sich rund um einen Spiess, wächst knubbelig und manchmal schief.

Von schöpferischer Hand bekleckert, mit 15 Lagen süssen Teig, die dann am off´nen Feuer backen und ihn dadurch so gülden machen.

Jetzt sieht er schon recht lecker aus, doch kommt noch ein Guss darauf. Und dieser Abschluss ist sehr wichtig, denn jetzt schmeckt er erst so richtig.

In dünnen Scheiben aufgeschnippelt, man ihn zum Tässchen Kaffee nippelt.

Manfred Lüders

Konferenzwolke „Albrechtsruh Nr. 1171“
(Auszug)

Zur selben Zeit nah Albrechtens Burgen,
in Handwerkerstuben zu Nächten es wurden
nach historischer Sitte und den Regeln der Gilden
meist e(h)r lich gewarnt, um zu wehren die Wilden.

Am Rübenmarkt sann Johann Schernikow
nach einem Rezept: wie kann ich – und wo
erfinden – erlauschen – insgeheim dann verbuchen
für Salzwedel den ersten Baumkuchen?

An der Ilmenau fand er die berufene Stelle,
dort ließ er sich nieder, dort war seine Quelle.
Agierte, probierte und backte besessen
und notierte präzis, um nichts zu vergessen !

Zurück in der Heimat, hier wollt´ er vermarkten
sein Geheimnis, doch Franzosen versagten
ihm Mehl, Eier, Vanille und Butter
und versperrten per Dekret den Zutatenzucker.

Johannes sinnierte: rund 200 Meter
dort finde ich Hilfe bei dem Jungapotheker.
Der spaltet für uns die grün – weißen Rüben,
sein Produkt findet Absatz, hüben wie drüben.

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